Sind Katzen von Natur aus soziale Tiere?
Katzen sind soziale Tiere, die enge Bindungen zu Menschen und anderen Tieren aufbauen können. Doch selbst in freier Wildbahn leben sie nicht in eng organisierten Gruppen wie Hunde oder Wölfe. Stattdessen haben Katzen sowohl draußen als auch zu Hause ihr eigenes Revier. Deshalb schätzen sie ihren eigenen Rückzugsort und ihre eigenen Dinge – selbst wenn sie sich mit anderen Haustieren bestens verstehen.
Welche Dinge sollten Katzen nicht teilen müssen?
Um Stress zu reduzieren und Konflikte zwischen Deinen Katzen zu vermeiden, sollte jede Katze jederzeit Zugang zu ihren eigenen wichtigen Dingen haben. Dazu gehören:
- Futternäpfe
- Wassernäpfe oder Trinkbrunnen
- Katzentoiletten
- Schlafplätze
- Kratzbäume oder Kratzmöglichkeiten
Als Faustregel gilt: eine Katzentoilette pro Katze – plus eine zusätzliche. Doch was passiert, wenn Katzen wichtige Ressourcen trotzdem teilen müssen?
Was passiert, wenn Katzen gezwungen sind zu teilen?
Während Katzen meist kein Problem damit haben, unwichtige Dinge wie Spielzeug gemeinsam zu nutzen, kann das Teilen wichtiger Ressourcen wie Futter oder der Katzentoilette zu verschiedenen Problemen führen.
1. Stress und Angst
Katzen können sich ständig angespannt fühlen, wenn sie um Futter, Wasser oder Ruheplätze konkurrieren müssen. Schließlich wartet niemand gerne auf einen Snack, teilt sein Getränk oder streitet sich um den besten Platz im Haus.
Anzeichen dafür, dass Deine Katze gestresst oder ängstlich ist:
- Sie versteckt sich häufiger.
- Sie putzt sich übermäßig.
- Sie frisst weniger.
- Sie miaut ungewöhnlich viel.
Stress lässt sich am besten vermeiden, wenn jede Katze Zugang zu ihren eigenen Ressourcen hat. Falls das nicht möglich ist, können auch Pheromonsprays helfen.
2. Revierkonflikte
Selbst Katzen, die wie beste Freunde wirken, können empfindlich reagieren, wenn sie wichtige Ressourcen teilen müssen. Für sie gehören diese Dinge zu ihrem Revier und müssen deshalb verteidigt werden. Das kann zu Folgendem führen:
- Fauchen, Knurren oder Schlagen mit der Pfote
- Das Blockieren des Zugangs zu Futter oder Katzentoiletten
- Stille Spannungen (Anstarren oder gegenseitiges Ausweichen)
3. Probleme mit der Katzentoilette
Die meisten Katzen schätzen beim Toilettengang etwas Privatsphäre. Wirkt die Katzentoilette zu eng, zu schmutzig oder bereits von einer anderen Katze beansprucht, können Verhaltensprobleme entstehen. Deine Katze könnte beginnen, außerhalb der Katzentoilette zu urinieren, sie ganz meiden oder sogar langfristig negative Erfahrungen entwickeln, die nur schwer wieder abzubauen sind.
Die gute Nachricht: Probleme mit der Katzentoilette lassen sich meist ganz einfach vermeiden. Eine einfache Regel lautet: eine Katzentoilette pro Katze – plus eine zusätzliche. Wenn Du also drei Katzen hast, solltest Du mindestens vier Katzentoiletten bereitstellen. Halte die Katzentoiletten sauber, indem Du die Hinterlassenschaften täglich entfernst. So verringerst Du das Risiko von Stress, Missgeschicken und katzentypischem Badezimmerdrama erheblich.
So schaffst Du ein entspanntes Zuhause für mehrere Katzen
Mit ein paar einfachen Maßnahmen kannst Du Streit, Spannungen und unerwünschtem Verhalten wirksam vorbeugen:
- Zwinge Deine Katzen nicht dazu, wichtige Ressourcen wie Futternäpfe, Trinkbrunnen oder Wassernäpfe, Schlafplätze oder Katzentoiletten zu teilen. Schließlich schätzt jeder seinen eigenen Bereich.
- Platziere nicht alle wichtigen Ressourcen in einem einzigen Raum – besonders die Katzentoiletten nicht. Verteile sie auf mehrere Räume, damit keine Katze einer anderen den Weg zur Katzentoilette oder zum Futternapf versperren kann.
- Schaffe erhöhte Plätze wie Regale oder Kratzbäume, auf denen Deine Katzen klettern, entspannen und ihr Revier im Blick behalten können – ganz wie kleine pelzige Manager.