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Für Katzen, die Freude daran haben, bietet das Erkunden neue Eindrücke, Gerüche und Umgebungen und damit eine wertvolle Bereicherung. Dabei sollte man jedoch nichts überstürzen. Die Gewöhnung an ein Geschirr, positive Verstärkung und die Fähigkeit, die Körpersprache von Katzen zu lesen, tragen dazu bei, dass solche Ausflüge sicher und angenehm bleiben – wobei die Katze selbst entscheidet, wie schnell und wie weit es geht.

Der Experte für Katzenverhalten Bart teilt auf Instagram unter @oreoybart seine Abenteuer im Freien mit seiner Katze Oreo. Wir haben mit ihm über das Leben mit Oreo, die Orte, die sie gemeinsam entdeckt haben, und darüber gesprochen, wie das gemeinsame Erkunden ihre Beziehung geprägt hat.

Kannst Du uns ein wenig über Oreos Persönlichkeit und die besondere Bindung erzählen, die Euch verbindet?

Oreo ist ein ausgesprochen sanfter und gutmütiger Kater, auch wenn er – wie jede Katze – natürlich seinen ganz eigenen Charakter hat. Für mich ist das Besondere vor allem die Bindung, die wir im Laufe der Jahre aufgebaut haben.

Wir haben sehr viel Zeit miteinander verbracht, und ich habe gelernt, seine Signale und Vorlieben zu verstehen und auch zu erkennen, wann er seinen Freiraum braucht. Wenn wir unterwegs sind, weiß er, dass ich direkt an seiner Seite bin und er sich auf mich verlassen kann. Und ich weiß, wann ihm etwas gefällt, wann ihn etwas beunruhigt oder wann ich eingreifen muss.

Oreo läuft am Strand entlang.

Von all den Orten, die Ihr gemeinsam erkundet habt: Welches Abenteuer ist Dir am meisten in Erinnerung geblieben und warum?

Obwohl wir mit dem Flugzeug und dem Zug gereist sind und viele Orte besucht haben, würde ich mich, wenn ich ein Abenteuer auswählen müsste, für einen kleinen Weg in der Nähe von zu Hause entscheiden. Ich stehe oft früh auf, etwa um sechs Uhr morgens, und selbst wenn ich müde bin, vergesse ich die ganze Müdigkeit, sobald ich sehe, wie Oreo ganz entspannt seine Umgebung erkundet, herumläuft und jeden Winkel entdeckt. Für mich geht es bei einem Abenteuer nicht so sehr darum, einen unglaublichen Ort zu besuchen, sondern darum, dass Oreo möglichst viel Freude daran hat.

Woran kannst Du erkennen, ob Deine Katze Freude daran hätte, draußen auf Entdeckungstour zu gehen, und wie sollten die ersten Schritte aussehen?

Jede Katze ist anders, und nicht jede wird solche Ausflüge unbedingt genießen. Ich würde ihr Temperament beobachten und darauf achten, wie sie auf neue Reize reagiert: Zeigt sie Neugier gegenüber der Außenwelt, kann das ein Zeichen von Interesse sein. Eine sehr ängstliche oder unsichere Katze wird daran dagegen wahrscheinlich keine Freude haben.

Wenn Du denkst, dass das etwas für Deine Katze sein könnte, würde ich immer zu Hause beginnen und sie nach und nach mit Geschirr, Leine und Rucksack vertraut machen, damit ihr diese Dinge bereits vertraut sind, bevor Ihr nach draußen geht.

Oreo sitzt in einem Rucksack, aus dem sein Kopf herausragt.

Bei Abenteuern im Freien kann es zu unerwarteten Begegnungen kommen. Wie gehst Du mit Hunden oder anderen Tieren um, wenn Du mit Oreo draußen bist, und wie hilfst Du ihm, sich sicher zu fühlen, wenn ihn etwas erschreckt?

Wenn ich mit Oreo unterwegs bin, ist mir sehr bewusst, dass draußen vieles eher auf Hunde als auf Katzen ausgelegt ist. Deshalb ist es meine Aufgabe, wachsam zu sein und ihn zu schützen. Ich versuche, ruhige Orte und Zeiten zu wählen, und behalte meine Umgebung stets genau im Blick.

Wenn ich einen Hund auf uns zukommen sehe, warte ich nicht erst ab, was passiert: Ich nehme Oreo hoch und trage ihn je nach Situation entweder auf dem Arm oder setze ihn in den Rucksack. Vorausschauendes Handeln sorgt dafür, dass der Ausflug angenehm und sicher bleibt.

Welche Anzeichen zeigen, dass eine Katze den Ausflug genießt, sich unsicher fühlt oder bereit ist, wieder nach Hause zu gehen?

Wenn Oreo den Ausflug genießt, trägt er seinen Schwanz normalerweise hoch – oft in Form eines Fragezeichens – und schaltet in den „Entdeckermodus“: Er schnuppert herum, wechselt die Richtung und wir gehen ganz entspannt weiter. Wenn ihn etwas beunruhigt, verändert sich seine Körperhaltung. Dann kann er sich ducken und seine Umgebung aufmerksam beobachten.

In solchen Momenten ist es wichtig, Neugier von Unbehagen unterscheiden zu können, damit Du seine Bedürfnisse frühzeitig erkennst. Und wenn Oreo zurück möchte, legt er sich normalerweise hin und miaut, damit ich mich hinhocke und er auf meine Schulter klettern kann.

Oreo betrachtet bei einer Wanderung einen Felsen.

Hast Du Veränderungen in Oreos Verhalten bemerkt, seit Ihr angefangen habt, gemeinsam spazieren zu gehen?

Eine konkrete Veränderung in seinem Verhalten habe ich weniger bemerkt. Was mir vor allem auffällt, ist, wie sehr sich unsere Bindung vertieft hat. Gemeinsame Aktivitäten, sowohl drinnen als auch draußen, haben uns ermöglicht, einander viel besser kennenzulernen. Oreo wartet auf mich, wenn ich nach Hause komme, kommt, wenn ich ihn rufe, und wir haben eine sehr enge Beziehung. Ich glaube, dass diese gemeinsamen Erlebnisse unser gegenseitiges Vertrauen noch weiter gestärkt haben.

Abenteuer sehen für jede Katze anders aus

Nicht jede Katze wird Freude daran haben, neue Orte zu entdecken, und Abenteuer kann für jede Katze etwas anderes bedeuten. Entscheidend ist, Deiner Katze die Freiheit zu geben, Dir zu zeigen, was ihr gefällt, und Dir die Zeit zu nehmen, ihre Signale zu verstehen. Schließlich ist das Schönste an jedem gemeinsamen Abenteuer, dass Ihr Euch unterwegs immer näherkommt.

Cover des Buches „Y si tu gato quisiera pasear contigo?“ von OreoyBart

Curious to discover more about Oreo and Bart, and the special bond they share? In his book, Bart brings together everything he has learned from their adventures, inspired by one simple question: What if your cat wanted to go for a walk with you?

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