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Kätzchen mit Koteletten

Der Iberische Luchs hat ein kurzes, gelbbraunes Fell mit dunklen Flecken, die entlang der Wirbelsäule des Tieres am größten sind und zu den Pfoten hin immer kleiner werden. Im Vergleich zu anderen Katzenarten hat der Iberische Luchs einen kleinen Kopf mit Büschelohren und einer charakteristischen Halskrause, die Koteletten ähnelt.

Die Männchen sind in der Regel größer und erreichen eine Körperlänge von 75–82 cm, während die Weibchen etwas kleiner sind und zwischen 68–77 cm lang werden.

An Iberian lynx with distinctive facial tufts standing in a wooded area

Fragmentierter Lebensraum

Der Iberische Luchs ist nach seinem ursprünglichen Lebensraum, der Iberischen Halbinsel, benannt, die Spanien und Portugal umfasst. Früher war die Art in weiten Teilen der Halbinsel zu Hause, aber heute ist der Iberische Luchs nur noch in kleinen, gebirgigen Gebieten in Südspanien und Portugal zu finden. Die Art gedeiht in offenen Graslandschaften mit dichten Büschen, die ihr die nötige Deckung für die Jagd und den Schutz bieten.

Map of Europe showing the limited distribution range of the Iberian lynx in the Iberian Peninsula
Geografisches Verbreitungsgebiet der Iberischen Luchs (ca.)

Vom Aussterben bedroht

Obwohl der Iberische Luchs auf der Roten Liste der IUCN nach wie vor als gefährdet eingestuft wird, war seine Situation früher noch schlimmer! Jagd, Wilderei, Lebensraumzerstörung und ein starker Rückgang der Kaninchenpopulation – der Hauptbeute des Luchses – führten zu einem dramatischen Rückgang des Iberischen Luchses. Im Jahr 2002 gab es nur noch 94 Exemplare in freier Wildbahn, und von 2014 bis 2024 war die Situation so schlimm, dass die Art auf der Roten Liste der IUCN als gefährdet eingestuft wurde.

Das Comeback

Dank rigoroser Schutzmaßnahmen ist die Zahl der Iberischen Luchse in freier Wildbahn von nur 94 im Jahr 2002 auf 2.021 im Jahr 2024 gestiegen. Dank der Schutzbemühungen in Spanien und Portugal wurden Lebensräume wiederhergestellt, in Gefangenschaft gezüchtete Luchse ausgewildert und die Kaninchenpopulationen erhöht, um das Nahrungsangebot für die Luchse zu vergrößern. Beide Länder haben sich verpflichtet, ihre Bemühungen fortzusetzen, um diese großartige Katze vor dem Aussterben zu bewahren.

Künftige Herausforderungen

Die Population des Iberischen Luchses hat sich zwar bemerkenswert erholt, aber die Art ist immer noch ernsthaft durch illegale Jagd und die Zerstückelung ihres Lebensraums bedroht. Allein im Jahr 2023 wurden 144 Luchse getötet, als sie versuchten, stark befahrene Straßen zu überqueren. Außerdem ist die genetische Vielfalt des Iberischen Luchses aufgrund von Inzucht geringer als bei allen anderen Katzenarten. Und schließlich sind Luchse, wie andere Katzen auch, anfällig für Krankheiten wie Katzenleukämie (FeLV) oder das Feline Immundefizienz-Virus (FIV).

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